
Transkodierung
glossary.categories.technicalDer Prozess der Umwandlung von Medien von einem Codec oder Format in ein anderes.
Was ist Transkodierung?
Transkodierung ist der Prozess der Dekodierung eines Medienstreams aus einem Format und der erneuten Kodierung in ein anderes Format. Dies kann die Änderung des Codecs (z. B. VP8 zu H.264), der Auflösung (z. B. 1080p zu 720p), der Bitrate oder anderer Parameter umfassen.
Wann Transkodierung benötigt wird
- Codec-Kompatibilität: Wenn ein Sender VP9 verwendet, aber ein Empfänger nur H.264 unterstützt, muss der Server transkodieren.
- MCU-Architektur: MCUs dekodieren alle eingehenden Streams, mischen sie und kodieren sie erneut – ein vollständiger Transkodierungsprozess.
- Aufnahme: Konvertierung von WebM in MP4 für kompatiblere Aufnahmedateien.
- Streaming-Ausgabe: Umwandlung eines WebRTC-Streams in HLS oder RTMP für die Verteilung an ein breites Publikum.
Kosten und Herausforderungen
Transkodierung ist rechenintensiv – sie ist der Hauptgrund, warum MCU-Architekturen teuer sind. Jeder Dekodierungs-/Kodierungszyklus verbraucht erhebliche CPU-Ressourcen und führt zu Qualitätsverlust und zusätzlicher Latenz.
Deshalb bevorzugen moderne Architekturen SFUs, die Streams weiterleiten, ohne sie zu transkodieren. Transkodierung wird nur dort eingesetzt, wo sie unbedingt notwendig ist.