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Illustration of Adaptive Bitrate (ABR) in video calling

Adaptive Bitrate (ABR)

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Technologie, die die Videoqualität dynamisch an die Netzwerkbedingungen anpasst.

Was ist Adaptive Bitrate?

Adaptive Bitrate (ABR) ist eine Streaming-Technik, die die Qualität eines Videostreams automatisch in Echtzeit an die verfügbare Bandbreite und CPU-Kapazität des Nutzers anpasst. Das Ziel ist es, das bestmögliche Erlebnis zu bieten – Puffern oder Einfrieren zu minimieren – selbst wenn sich die Netzwerkbedingungen ändern.

Wie es funktioniert

Der Client (Videoplayer oder WebRTC-Engine) überwacht ständig Netzwerkleistungskennzahlen wie Durchsatz, Paketverlust und Latenz. Wenn die Verbindung schwächer wird, senkt ABR die Bitrate (und oft die Auflösung), was zu einem unschärferen Bild führt, aber eine kontinuierliche Wiedergabe gewährleistet. Wenn sich die Verbindung verbessert, wird die Qualität wieder erhöht.

ABR vs. Simulcast

Obwohl beide ähnliche Probleme lösen, funktionieren sie unterschiedlich:

  • ABR (Senderseite): Bei einem 1-zu-1-Anruf passt der Encoder des Senders seinen einzelnen Ausgabestream basierend auf dem Feedback des Empfängers an.
  • Simulcast (Empfängerseite/SFU): Der Sender erzeugt mehrere Streams (Niedrig, Mittel, Hoch). Der zentrale Server (SFU) entscheidet, welchen Stream er an jeden Empfänger basierend auf dessen individueller Bandbreite weiterleitet.

Warum es wichtig ist

Ohne adaptive Bitrate würde ein vorübergehender Netzwerkeinbruch dazu führen, dass das Video vollständig einfriert. ABR stellt sicher, dass das Gespräch nahtlos weitergeht und bei Bedarf Audio und Bewegung gegenüber reiner visueller Schärfe priorisiert.