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Illustration of STUN (Session Traversal Utilities for NAT) in video calling

STUN (Session Traversal Utilities for NAT)

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Ein Protokoll, das Geräten hilft, ihre öffentliche IP-Adresse hinter einem NAT zu ermitteln.

Was ist STUN?

Session Traversal Utilities for NAT (STUN) ist ein einfaches Protokoll, das einem Gerät hinter einem NAT-Router ermöglicht, seine öffentliche IP-Adresse und den zugewiesenen Port zu ermitteln. Stellen Sie sich STUN als einen Spiegel vor – Sie fragen einen externen Server: „Wie sehe ich aus?“ und er antwortet mit Ihrer öffentlichen Adresse.

Wie STUN funktioniert

  1. Ihr Browser sendet eine STUN-Anfrage an einen öffentlichen STUN-Server (z. B. Googles stun:stun.l.google.com:19302).
  2. Die Anfrage durchläuft Ihren NAT-Router, der ihr eine öffentliche IP und einen Port zuweist.
  3. Der STUN-Server sieht, von welcher IP und welchem Port die Anfrage kommt, und sendet diese Information zurück.
  4. Ihr Browser kennt jetzt seine öffentliche Adresse und kann diese über den Signalisierungskanal mit dem anderen Peer teilen.

Einschränkungen

STUN funktioniert hervorragend bei Cone-NAT-Typen (die Mehrheit der Heim-Router), scheitert jedoch bei Symmetric NAT (häufig in Mobilfunknetzen und Unternehmensnetzwerken). Bei Symmetric NAT wird TURN als Fallback benötigt.

STUN ist leichtgewichtig und günstig zu betreiben – es gibt sogar kostenlose öffentliche STUN-Server. Es überträgt keine Mediendaten, sondern hilft nur bei der Adresserkennung.