videocalling
Illustration of SIP (Session Initiation Protocol) in video calling

SIP (Session Initiation Protocol)

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Ein Signalisierungsprotokoll zum Aufbau, Ändern und Beenden von Multimedia-Sitzungen wie VoIP-Anrufen.

Was ist SIP?

Das Session Initiation Protocol (SIP) ist ein weit verbreitetes Signalisierungsprotokoll für den Aufbau, die Verwaltung und Beendigung von Multimedia-Kommunikationssitzungen – insbesondere VoIP-Telefonie (Voice over IP). SIP ähnelt HTTP in seiner textbasierten Struktur und verwendet Methoden wie INVITE, ACK, BYE und REGISTER.

SIP und WebRTC

SIP und WebRTC ergänzen sich. Viele Unternehmen verwenden SIP-basierte Telefonanlagen (PBX). WebRTC-zu-SIP-Gateways ermöglichen es browserbasierten WebRTC-Clients, sich mit dem bestehenden SIP-Telefonsystem zu verbinden. Der Gateway übersetzt dabei zwischen den beiden Protokollwelten.

Hauptkomponenten

  • User Agent: Das Endgerät (Telefon, Softphone, Browser), das Anrufe initiiert und empfängt.
  • Proxy Server: Leitet SIP-Anfragen an den richtigen Empfänger weiter.
  • Registrar: Speichert die aktuelle Adresse eines Nutzers, damit er erreichbar ist.
  • SIP Trunk: Eine virtuelle Telefonleitung, die VoIP-Anrufe über das Internet ermöglicht.

Warum SIP auch 2025 noch relevant ist

Trotz des Aufstiegs von WebRTC bleibt SIP die Grundlage der Unternehmenstelefonie. Millionen von SIP-Endpunkten sind weltweit im Einsatz. Die Integration von WebRTC mit SIP ist daher ein häufiger Anwendungsfall für Unternehmen, die ihre bestehende Kommunikationsinfrastruktur modernisieren möchten.