
Signalisierung
glossary.categories.technicalDer Prozess der Koordination und des Austauschs von Verbindungsinformationen zwischen Peers vor dem Aufbau einer WebRTC-Verbindung.
Was ist Signalisierung?
Signalisierung ist der Prozess, bei dem zwei Peers die Informationen austauschen, die sie benötigen, um eine WebRTC-Verbindung aufzubauen. Dazu gehören SDP-Offers und -Answers (Medienfähigkeiten), ICE-Kandidaten (Netzwerkadressen) und Sitzungssteuerungsnachrichten (Beitreten, Verlassen, Stummschalten usw.).
Wichtig: WebRTC definiert absichtlich kein Signalisierungsprotokoll. Sie müssen Ihren eigenen Signalisierungsmechanismus implementieren – typischerweise über WebSockets, HTTP oder einen anderen Messaging-Dienst. Dies gibt Entwicklern Flexibilität, erfordert aber zusätzliche Arbeit.
Was wird signalisiert?
- SDP-Offer/Answer: Beschreibungen der Medienfähigkeiten jedes Peers (unterstützte Codecs, Auflösungen, Medientypen)
- ICE-Kandidaten: Netzwerkadressen (öffentliche IP, lokale IP, Relay-Adressen) für die Verbindungsherstellung
- Sitzungssteuerung: Nachrichten wie „Anruf starten“, „Anruf beenden“, „Stummschalten“, „Bildschirm teilen“
Gängige Implementierungen
- WebSockets: Die beliebteste Wahl. Bietet eine persistente, bidirektionale Verbindung für Echtzeit-Nachrichtenaustausch.
- Server-Sent Events + HTTP: Leichtgewichtigere Alternative für einfachere Anwendungsfälle.
- SIP: Wird in der traditionellen Telekommunikation und VoIP-Systemen verwendet.
- XMPP: Messaging-Protokoll, das auch für Signalisierung verwendet werden kann.